Kommunalarchäologie in Deutschland

Kommission "Kommunalarchäologie"

 

 

Kommunalarchäologie in Deutschland

 

In nahezu allen Bundesländern wird die staatliche Bodendenkmalpflege, die von den Landesämtern für Archäologie und Denkmalpflege vertreten wird, durch eine  kommunale Bodendenkmalpflege ergänzt, die bei den Städten und Landkreisen angesiedelt ist. Die dort hauptamtlich tätigen Kommunalarchäologen unterstützen die staatlichen Archäologen ganz maßgeblich. Die Stärke der Kommunalarchäologien beruht auf Ihrer Präsenz vor Ort. Oft nehmen sie die Aufgaben der Unteren Denkmalschutzbehörden war.

 

Sie sind in denkmalrechtliche Erlaubnisverfahren und in die Bauleitplanung eingebunden und machen dort die Belange der Bodendenkmalpflege geltend. Kommunalarchäologen stellen einen wichtigen Ansprechpartner für ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger sowie für Heimat- und Geschichtsvereine dar. Sie tragen erheblich zur Erhaltung und Erforschung von Bodendenkmalen bei und leisten bei der Vermittlung von archäologischem Fachwissen einen wichtigen Beitrag. Derzeit sind in Deutschland etwa 80 Archäologinnen und Archäologen als Kommunalarchäologen tätig. Besonders starke Kommunalarchäologien haben sich in den Bundesländern Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen entwickelt.

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Kommission Kommunalarchäologie im Verband der Landesarchäologen

 

Bis weit in die 1990er Jahre hinein war das Verhältnis zwischen den Landesarchäologen und den Kommunalarchäologen in einigen Bundesländern sehr schwierig. Ursache dafür war meist mangelnde Kommunikation. Im Jahre 2001 fand eine erste gemeinsame Tagung von Kommunal- und Landesarchäologen in Königswinter statt. Dort wurde nach einer tragfähigen Basis für die Zusammenarbeit gesucht und die Einrichtung eines gemeinsamen Gremiums vorgeschlagen. Noch im Jahre 2002 erfolgte deshalb die Gründung der Kommission Kommunalarchäologie beim Verband der Landesarchäologen.

 

Der Kommission gehören vier Kommunalarchäologen und vier Vertreter der Landesarchäologen an. Die Kommission versteht sich insbesondere als Plattform für den kontinuierlichen Informationsaustausch zwischen staatlicher und kommunaler Bodendenkmalpflege. Sie verfolgt und diskutiert darüber hinaus auch denkmalpflegerische sowie verfahrenstechnische Fragen aus der Praxis.

 

Die Kommission tritt mindestens einmal im Jahr an wechselnden Orten zu einer Arbeitssitzung zusammen. Hierbei steht vor allem der Erfahrungsaustausch mit den Kommunalarchäologen der jeweiligen Regionen im Mittelpunkt. Die Kommission pflegt die Adressenliste der Kommunalarchäologien in Deutschland. Inzwischen sind Kommunalarchäologen auch in den meisten anderen Kommissionen des Verbandes der Landesarchäologen vertreten.

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