Kommission "Grabungstechnik"

 

 

Grabungstechniker/-innen sind auf dem Gebiet der archäologischen Denkmalpflege und der archäologischen Forschung tätig. Unter wissenschaftlicher Leitung führen sie archäologische Grabungen durch. Ihre große Verantwortung ergibt sich aus der Tatsache, dass jede Grabung zu einer Zerstörung der betreffenden archäologischen Fundstelle führt. Dies setzt eine umfassende Kenntnis der verschiedenen Grabungs-, Dokumentations- und Fundbergungstechniken, deren methodisch richtige Anwendung sowie eine rasche Auffassungsgabe und die Fähigkeit zu innovativem Handeln voraus. Dazu gehört die Kenntnis der einschlägigen Literatur, wichtiger Bestimmungen und Gesetze, wie Denkmalschutzgesetze, Arbeitsschutzverordnungen, Arbeitsstättenverordnungen, Erste Hilfe etc.

 

Die Fortbildung zum/zur Grabungstechniker/in erfolgt in Deutschland nach dem sog. "Frankfurter Modell", das auf Basis einer abgeschlossenen einschlägigen Berufsausbildung eine dreijährige Fortbildung an einem archäologischen Landesamt beinhaltet.  Es besteht auch die Möglichkeit, Grabungstechnik an einer Fachhochschule zu studieren. Derzeit wird ein solches Studium nur an der HTW Berlin angeboten.

 

Die Kommission Grabungstechnik ist Nachfolger der ehemaligen Kommission "Grabungsstandards". Die dort entwickelten Standards zur Durchführung und Dokumentation archäologischer Ausgrabungen und Prospektionen werden nun von der Kommission laufend gehalten und weiterentwickelt.

 

Innerhalb des Kommission Grabungstechnik sind zwei Arbeitsgruppen tätig: die AG Grabungstechnikerhandbuch und die AG Netzpublikationen. Das Grabungstechnikerhandbuch wird in seinen einzelnen Kapiteln laufend überarbeitet und aktualisiert. Sie können sich hier die jeweils aktuellste Fassung oder einzelne Kapitel herunterladen.

 

Die AG Netzpublikationen stellt aktuelle Informationen und wichtige Entwicklungen in der Grabungstechnik in Form von Netzpublikationen auf dieser Seite für Interessierteals Download zur Verfügung. Bitte beachten Sie bei Verwendung und Zitat der Beiträge das Urheberrecht.

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