Digitalisierung in der Archäologie

 

Digitalisierung bezeichnet Veränderungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft, die durch schnelle Entwicklung und breite Verfügbarkeit digitaler Hard- und Software angetrieben werden. Dabei geht es um die fundamentale Umgestaltung von unternehmerischen Geschäftsmodellen, von Geschäftsprozessen und Verwaltungsverfahren.

 

Digitalisierung betrifft alle Geschäftsfelder eines Unternehmens und erfordert einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz, der vom Management mit einer klaren strategischen Vision für das künftige digitale Geschäft getragen werden muss. Mit ihrem ganzheitlichen Anspruch ist die Digitalisierung keine vorrangige IT-Aufgabe, IT wirkt eher als Katalysator für die Digitalisierung. Um die Potenziale der IT auszuschöpfen, sind signifikante Investitionen erforderlich.

 

Digitalisierung bietet vielfältige Chancen. Einerseits sind innovative Geschäftsfelder denkbar, verbunden mit Wachstum und Beschäftigung. Andererseits wird eine positive Auswirkung auf Faktoren wie Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Agilität, Nutzerfreundlichkeit, Kundenbindung usw. erwartet.
Die Verwaltung bleibt von der Digitalisierung nicht ausgeschlossen. Hier gibt es drei klare Tendenzen. Erstens sollen die Rahmenbedingungen für die Digitalisierung angepasst werden, zweitens sollen bestimmte Bereiche, z.B. Infrastrukturen oder innovative Forschungen, gefördert werden und drittens sollen die Verwaltungsverfahren selbst auf eine vollständige digitale Abwicklung hin umgestellt werden.

 

In der Archäologie lassen sich Anfänge der Digitalisierung deutlich erkennen, wobei konservative Ansätze oft dominieren. Jenseits der Vorgaben von Digitaler Agenda und E-Government ist ein klarer Weg kaum absehbar. Aber viele Arbeitsgruppen und Gremien stehen in den Startlöchern …

 

In einem ersten Workshop hat sich die Kommission Archäologie und Informationssysteme im Januar 2019 Fragen der Digitalisierung gestellt. Dazu wurden u.a. folgende Informationen zur Verfügung gestellt:

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Nationale Forschungsdatenstruktur (NFDI)

Im November 2018 vereinbarten Bund und Länder den Aufbau und die Förderung einer Nationalen Forschungsdatenstruktur (NFDI), damit „aus Forschungsdaten breit nutzbare Datenschätze mit gesellschaftlichem Mehrwert werden“ (NFDI-Vereinbarung). Die Förderung ist großzügig und über eine Dauer von 10 Jahren angelegt. Als Gutachtergremium wurde ein NFDI-Expertengremium der DFG eingesetzt.

NFDI bietet also eine gute Chance auf Förderung, wenn man den Blick auf die Fachgemeinschaft und deren Vernetzung richtet. Darüber hinaus wird es für zukünftige Forschungsförderung bedeutsam sein, dass man Forschungsdaten nach NFDI-Prinzipien managt und bereitstellt. Dies sind gute Gründe, über eine aktive Beteiligung nachzudenken.

Die VLA-Kommission Archäologie und Informationssysteme setzt sich insbesondere fachlich mit NFDI auseinander. Erste Informationen dazu finden sich im folgenden Dokument:

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