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NEWSARCHIV 2009

 

Hier finden Sie die News  2009 aus der Landesarchäologie.

Bitte werfen Sie auch einen Blick auf die Homepages der Landesämter und anderer Institutionen.


03.12.2009 -
Sachsen: Auslobung des Werner-Coblenz-Preises 2010

Das vierte Bewerbungsverfahren um den Werner Coblenz Preis 2010 ist eröffnet
Die Stiftung Pro Archaeologia Saxoniae ist in Sachsen beheimatet. Dem Wunsch ihrer Stifterin - der Mitteldeutschen Braunkohlen- gesellschaft mbH - entsprechend, möchte die Pro Archaeologia Saxoniae die Archäologie in Sachsen, Böhmen und Niederschlesien fördern.
Der mit 5.000,- Euro dotierte Werner Coblenz Preis honoriert vorzügliche, innovative wissenschaftliche Leistungen oder auch herausragende museale Präsentationen. Nähere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen erhalten Sie auf der Homepage der Stiftung unter
www.pro-archaeologia-saxoniae.org

Bitte schicken Sie Ihre Anträge bis zum 15. Januar 2010 an die Stiftung Pro Archaeologia Saxoniae. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Cornelia Rupp zur Verfügung:

Mail: Cornelia.Rupp@lfa.sachsen.de

Tel: +49 351 8926 - 680

Die Stiftungsgremien entscheiden Ende Februar 2010 über die Vergabe des Preises. Eine positive Entscheidung vorausgesetzt, wird die Preisverleihung Ende des Jahres 2010 stattfinden.


26.11.2009 -
Zum Tode von PD Dr. habil. Sigrid Dušek

In der vorigen Woche verstarb unerwartet PD Dr. habil. Sigrid Dušek im Alter von 72 Jahren. Von 1990 bis 1992 zunächst Direktorin des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, wurde sie 1992 zur Landesarchäologin des Freistaates Thüringen berufen und hatte dieses Amt bis zu ihrer Pensionierung 2003 inne. Sigrid Dušek war der thüringischen Archäologie seit ihrer Schulzeit in den 1950er Jahren verbunden. Ihre Ausgrabungen und Publikationen zu wichtigen Fragen der archäologischen Forschung, vor allem zum Verhältnis von Slawen und Deutschen sowie Römern und Germanen brachten die Forschung wesentlich voran.
Nach 1990 schuf sie auf bewährten Strukturen ein modernes archäologisches Landesamt mit einem fächerübergreifenden Forschungsansatz. So gelangen ihr der Aufbau eines leistungsstarken archäochemischen Labors und die Etablierung moderner naturwissenschaftlicher Prospektionsmethoden in der Archäologie Thüringens.
Mit Vehemenz setzte sie sich als Landesarchäologin für die Schaffung und Durchsetzung des thüringischen Denkmalschutzgesetzes ein, in das die besten Erfahrungen der alten Bundesländer, aber auch bewährte thüringische Strukturen früherer Jahrzehnte einbezogen wurden.
Mit der Konzeption und Koordinierung der Neugestaltung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens 1999 erwarb sich Frau Dušek besondere Verdienste. Noch heute wird die damals erste neugestaltete archäologische Dauerausstellung in einem Landesmuseum der neuen Bundesländer durch ihren Schwerpunkt auf historische Zusammenhänge viel beachtet und vor allem durch Schulklassen intensiv besucht. Als Autorin zahlreicher wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Publikationen und Herausgeberin von wissenschaftlichen Schriftenreihen erwarb sich Sigrid Dušek bleibende Verdienste. Bis zuletzt arbeitete sie an einer wissenschaftlichen Zusammenstellung römischer Importfunde in Thüringen. Die thüringische Landesarchäologie und der Verband der Landesarchäologen werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.


27.10.2009 -
Veranstaltungshinweis:

Vom 22. bis 23.01.2010 findet im LVR-LandesMuseum Bonn der 1. Workshop der AG CAA »Computeranwendungen und Quantitative Methoden in der Archäologie« statt. Mehr Infos dazu finden Sie hier: http://www.ag-caa.de/workshop1.html


10.8.2009 -
Die Adresse der Landesarchäologie der Hansestadt Bremen hat sich geändert.
Die neue Anschrift lautet:

Landesarchäologie Bremen
Prof. Dr. Uta Halle
Landesarchäologin
c/o Senator für Kultur
Altenwall 15/16
28195 Bremen
Tel. 0421/361-3267
Fax 0421/361-3168
E-Mail: uta.halle@landesarchaeologe.bremen.de
www.landesarchaeologie.bremen.de


Neue Kommunalarchäologie bei der Schaumburger Landschaft, Niedersachsen
Zum 1. Juli ist in Niedersachsen eine neue Kommunalarchäologie bei der Schaumburger Landschaft eingerichtet worden, die für die Landkreise Schaumburg und Nienburg sowie für die Städte Nienburg, Stadthagen, Bückeburg und Hameln zuständig ist.

Kontakt:
Dr. Jens Berthold
Schaumburger Landschaft
Kommunalarchäologe
Schloßplatz 5
31675 Bückeburg
Tel. 05722/9566-15
Fax 05722/9566-18

Berthold@SchaumburgerLandschaft.de
www.schaumburgerlandschaft.de


Was sind die Aufgaben der Archäologie im heutigen Europa?
Wie erkennt und vermittelt man die Bedeutung der Vergangenheit? Wie arbeitet ein Archäologe heute? Wie erkennt er die Hinterlassenschaften antiker Gesellschaften und ihrer Umwelt? Wie gräbt er sie aus und erforscht sie? Wie kann man die Arbeitsweisen vergleichen und austauschen? Welche und wie viele Personen arbeiten in der Archäologie? Was sind ihre Fähigkeiten? Wie erlangen sie ihre Qualifikationen? Wie kann man den Beruf ergreifen? Wie sollte in der Öffentlichkeit über Archäologie berichtet werden? Wie macht man das Fach für unsere und kommende Generationen interessant und unverzichtbar?
Dies sind einige Fragen und Probleme, mit denen sich das ACE-Netzwerk beschäftigt. ACE - Archaeology in Contemporary Europe: Professional Practices and Public Outreach / Europäische Archäologie heute: Das Fach und seine Außenwirkung wird 2007-2012 im Rahmen des Kultur-Programms der Europäischen Gemeinschaft gefördert.
Das ACE-Netzwerk unterstützt aktuelle archäologische Arbeiten in Europa, indem es die kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte des Fachs sowie seine Bedeutung für die breite Öffentlichkeit herausstellt.
 

Die Jahrestagung 2009 des Verbandes der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland fand vom 3. bis 6. Mai 2009 in Köln statt. Bei den Neuwahlen des Vorstandes wurden der Vorsitzende (Prof. Dr. Kunow), sein Stellvertreter (Prof. Dr. Schallmayer), Geschäftsführer (Dr. Sommer) und das Vorstandsmitglied für Europaangelegenheiten (PD Dr. Krauße) im Amt bestätigt. Die Position des Vorstandsmitgliedes für Öffentlichkeitsarbeit ging an die neue sächsische Landesarchäologin Dr. Smolnik, nachdem Dr. Haßmann nach sechsjähriger Amtszeit für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung stand.
Neben Mitgliederversamlung, Arbeitssitzungen und Exkursion fand auch ein ein Wissenschaftliches Kolloquium statt. Der Titel des Kolloquiums am 5.8.09 war „Archäologie in Deutschland und Europa. Situation und Strukturen im Staatenvergleich“.
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Empfang im Römisch-Germanischen Museum: Sts Günter Kozlowski, VLA-Vors. Prof. Kunow, RGM-Direktor Prof. Hellenkämper (Foto H. Haßmann)

Als neuer Präsident des die Boden- und die Baudenkmalpflege vereinenden Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD) wurde am 27.4.2009 Dr. Stefan Winghart berufen. Am 29.4. führte Staatssekretär Dr. Lange vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (im Bild links) den neuen Präsidenten im NLD ein. Der 57-jährige war von 2003 bis April 2009 thüringischer Landeskonservator. Von 1981 bis 2002 leitete er das archäologische Gebietsreferat Oberbayern sowie das Grabungsbüro Ingolstadt und war stellvertretender Abteilungsleiter beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München.
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(Foto: H. Haßmann)

Dr. Regina Smolnik ist Sachsens neue Landesarchäologin. Sie trat die Nachfolge der im September 2006 zurückgetretenen früheren Landesarchäologin Dr. Judith Oexle am 1. Mai 2009 an. Smolnik hatte bereits in den 90er Jahren in der Denkmalinventarisation des sächsischen Landesamtes für Archäologie gearbeitet, bevor Sie die Leitung des Dezernats Museum/Restaurierung beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum übernahm.
In der Zwischenzeit wurde das sächsichse Landesamt für Archäologie kommissarisch von Dr. Thomas Westphalen geleitet.
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"Vorsicht Ausgrabung" ist der Titel einer neuen Publikation, die von der inzwischen durch die Kommission "Archäologie und Bildung" abgelöste Arbeitsgruppe "Archäologie und Schule" des Verbandes der Landesarchäologen (VLA) erarbeitet wurde und vom VLA herausgegeben wird. Gemeinsam mit Felix, der sich für eine Ausgrabung auf seinem Schulweg interessiert, können Kinder und Jugendliche auf unterhaltsame, leicht verständliche und dabei fachlich fundierte Art die Arbeitsweise der Archäologinnen und Archäologen kennenlernen. Das 48 Seiten starke, reich illustrierte Heft kostet 8 €.

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Vom 31. August bis zum 3. September 2009 findet in Detmold die 79. Jahrestagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.V. statt. Hier tagen in diesem Jahr die "Deutsche Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit" und die Arbeitsgemeinschaften "Archäologie im Museum", "Spätantike und frühes Mittelalter", sowie "Geschlechterforschung"
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Vom 21. bis 24. Mai 2009 findet die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) in Hamburg statt. Das Thema lautet: Handel - Transport - Verkehr
 

Die 18. Jahrestagung des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (MOVA) findet vom 23. bis 27. März 2009 im vorpommerschen Greifswald statt.
In Greifswald tagen auch die Arbeitsgemeinschaften "Neolithikum", "Bronzezeit", "Römische Kaiserzeit im Barbaricum", "Theorie", sowie der Arbeitskreis "Slawisches Mittelalter".

1. Uelzener Gespräch
Das Archäologische Institut der Universität Hamburg, die Stadt Uelzen und das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege veranstalteten am 12. Februar 2009 in Uelzen den Workshop „Archäologie und völkisches Gedankengut: Umgang mit dem eigenen Erbe“.
Ziel dieses Workshops ist die Beschäftigung mit wirkungsgeschichtlichen Fragestellungen zur regionalen Rezeption archäologischer Inhalte. Ausgangspunkt ist hier die völkisch-nationalistische Ideologisierung der Archäologie seit dem frühen 20. Jahrhundert anhand niedersächsischer Beispiele. Die Wahrnehmung der Ur- und Frühgeschichte ist u.a. durch lokale Bezüge geprägt, die mit ihren Inhalten den Heimatkundeunterricht oder die Konzeptionen der Heimatmuseen bestimmte. Ihre Wirkung reichte von der Brauchtumsgestaltung, über Ausgrabungen bis hin zur Denkmalkultur. Völkische Tendenzen in der Darstellung archäologischer Zusammenhänge wurden durch Heimatforscher, Vereine und Institutionen oftmals bis in die jüngste Vergangenheit hinein tradiert, ohne dass hier Inhalte und Selbstverständnis kritisch hinterfragt wurden.
Nach unterschiedlichen Impulsvorträgen soll die Frage diskutiert werden, wie mit diesem unbequemen Erbe umzugehen ist.
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat einen neuen Chefarchäologen. Seit 1.1.2009 ist Prof. Dr. Michael Rind (49) Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen und damit Nachfolger von Dr. Gabriele Isenberg an, die nach 34 Jahren im Sommer 2008 in den Ruhestand gegangen ist.
Der gebürtige Duisburger hat Ur- und Frühgeschichte, Archäologie, Kunstgeschichte und Volkskunde in Münster studiert und 1984 über die "urnenfelderzeitliche Siedlung in Dietfurt/Oberpfalz" promoviert. Nach Tätigkeiten an der Universität und beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege war er zuletzt Leiter der Kreisarchäologie beim Landkreis Kelheim (Bayern). Neben Ausgrabungen war ein Schwerpunkt seiner Arbeit die Öffentlichkeitsarbeit für die Archäologie durch Ausstellungen und zahlreiche allgemeinverständliche Veröffentlichungen. Seit 1995 hat Rind einen Lehrauftrag an der Universität Regensburg, an der er sich im Jahr 2000 habilitierte. Seit 2006 ist er dort als außerplanmäßiger Professor tätig.
Foto: Dr. Rüschhoff-Thale, Landesrätin für Kultur des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), übergibt anlässlich der feierlichen Amtseinführung Prof. Rinds am 1.4.2009 symbolisch den Schlüssel für die archäologischen Einrichtungen des LWL (Foto: H. Haßmann).
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8.6.2009 - © VLA