|
|
|
Hier finden Sie die News 2006 aus der Landesarchäologie.
Bitte werfen Sie auch einen Blick auf die
Homepages der Landesämter und anderer Institutionen.
|
Verabschiedung des Ersten Direktors der Römisch-Germanischen Kommission (RGK)
Am 31.10.2006 wurde im Frankfurter Römer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Siegmar von Schnurbein als Erster Direktor der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts feierlich verabschiedet.
Prof. Parzinger, Präsident des DAI, überreicht die Urkunde
Zugleich wurde sein Nachfolger, Dr. Friedrich Lüth, eingeführt, der zum 1. November sein Amt antrat.
Lüth, seit 1992 Landesarchäologe von Mecklenburg-Vorpommern und damit Leiter des Landesamtes für Bodendenkmalpflege und des Archäologischen Landesmuseums, hat zuletzt den gesamten Bereich des Kulturerbemanagements einschließlich der Bau- und Kunstdenkmalpflege geleitet. Er war viele Jahre Vorstandsmitglied des Verbandes der Landesarchäologen, zuletzt als Beauftragter für Europäische Angelegenheiten.

Prof. von Schnurbein erhält das
Bundesverdienstkreuz Erster Klasse
Fotos: RGK (o.re.), H. Haßmann
|
|
Stabwechsel im Dresdner Landesamt für Archäologie
Mitte September trat Dr. Judith Oexle auf eigenen Wunsch von ihrem Amt als Landesarchäologin des Freistaates Sachsen zurück und widmet sich seit Oktober neuen Aufgaben in der sächsischen Landesverwaltung.
Am 16.10. wurden Dr. Thomas Westphalen und Herr Ministerialrat Rainer Büchsenstein durch den Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Dr. Knut Nevermann, in ihre neue Tätigkeit als kommissarische Amtsleiter eingeführt. Zusammen werden sie in dieser Funktion die Geschäfte des Landesamtes für Archäologie mit Landesmuseum für Vorgeschichte führen. Herr Büchsenstein wird dabei auch die Bereiche Verwaltung und Recht betreuen. Die doppelte Amtsleitung wir durch Herrn Dr. Robert Reiß, Abteilungsleiter Zentrale Fachdienste, unterstützt.
Das Landesamt sieht sich grundlegenden strukturellen Veränderungen gegenüber. Dazu gehört nicht nur die Umsetzung des Neuen Steuerungsmodells als einer von vier Modellpiloten in Sachsen, sondern auch die Umwandlung in einen Staatsbetrieb. Eine große Herausforderung stellt die Projektierung des Hauses der Archäologie in Chemnitz dar. Alle diese Planungen und Maßnahmen tragen die Handschrift Judith Oexles. Seit 1993 im Amt hat sie in der sächsischen Landesarchäologie tiefe Spuren hinterlassen, die weit über die derzeitige Wissenschaftlergeneration ihre Wirkung entfalten werden.
(rr/hp/ch) |
|
Die 77. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung fand vom 20.-23.9.2006 in Lüneburg statt. Neben den allgemeinen Vorträgen in zwei Sektionen tagten in Lüneburg die Arbeitsgemeinschaft Römische Kaiserzeit im Barbaricum mit dem Thema "Gehöft Siedlung Siedlungskomplex" und Deutsche Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit mit dem Schwerpunkt "frühe Neuzeit". Exkursionen erschlossen die archäologische Landschaft Nordostniedersachsens.
Anlässlich der Sitzung des Präsidiums der Deutschen Altertumsverbände übergab Prof. S. von Schnurbein die Präsidentschaft an seinen Nachfolger Prof. D. Planck.
v.li. n. re.: D. Planck, H. Neumayer, C. v. Carnap-Bornheim, A. Wieczorek, G. Isenberg, G. Wetzel, S. v. Schnurbein. Aufnahme: H. Haßmann.
|
|
| Das diesjährige Herbsttreffen der Volontärinnen und Volontäre in der Denkmalpflege fand am 6. und 7. Oktober im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Hannover statt. Thema: Zum denkmalpflegerischen Umgang mit Kulturlandschaft aus der Perspektive der Bau- und Kunstdenkmalpflege und der Archäologischen Denkmalpflege |
|
Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September wurden der Öffentlichkeit wieder mit großer Resonanz eine Vielzahl von Ausgrabungen und archäologischen Denkmälern präsentiert. Auch außerhalb dieses Tages werden regelmäßig aktuelle Ausgrabungen gezeigt und Führungen zu archäologischen Denkmälern angeboten. Berichte zum Tag des Offenen Denkmals und aktuelle Hinweise sind den Websites der
Fachämter für archäologische Denkmalpflege zu entnehmen. Auch ein Blick in die Tagespresse lohnt sich.
(Foto: Grabung der Wüstung Schmeesen im Solling. Blick auf westlichen Eingang der abgegangenen Kirche. Aufn. H. Haßmann) |
|
Anlässlich der Verabschiedung seines langjährigen Leitenden Direktors Prof. Dr. Wolf-Haio Zimmermann richtete das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven am 21.7.2006 das internationale und interdisziplinäre
Kolloquium "Neue Wege zur archäologischen Siedlungsforschung" aus. Während der feierlichen Verabschiedung wurde Prof. Zimmermann vom niedersächsischen Wissenschaftsminister Lutz Stratmann mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt (Foto NIhK).
|
|
Eine interdisziplinäre Tagung widmete sich vom 3.-5.Juli 2006 in Osnabrück dem Thema: Kulturlandschaft. Administrativ - digital - touristisch
Die Publikation der Ergebnisse liegt bereits vor. |
|
Jahrestagung des Verbandes der Landesarchäologen
Der Verband der Landesarchäologen tagte 2006 in Merseburg, Sachsen-Anhalt. Das
Kolloquium am 17. Mai 2006 widmete sich der großen Herausforderung für die archäologische Denkmalpflege, die sich aus der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ergibt.
|
|
EAC-Tagung in Straßburg

Die Hauptversammlung 2006 des EAC fand vom 9. bis 10.3. im Palais de l´Europe in Straßburg statt. Der europäische Archäologierat EAC (Europae Archaeologieae Consiluim) ist ein europaweites Forum für die engere und wirkungsvollere Zusammenarbeit der nationalen Organisationen und dient dem Austausch von Informationen. Gegenüber der Europäischen Union und dem Europarat tritt das EAC als Sprachrohr und Beratungsgremium für Themen der archäologischen Denkmalpflege auf. Ein weiteres Ziel ist die Förderung des öffentlichen Interesses und Verständnisses für das gemeinsame archäologische Erbe in Europa.

Das Board des EAC, das bislang aus Adrian Olivier (Groß Britannien, Präsident), Katarina Wollák (Ungarn, Vizepräsidentin), Friedrich Lüth (Deutschland, Schatzmeister)
und Cynthia Dunning (Schweiz, Geschäftsführerin) bestand (im Bild auch Daniel Thérond, Abteilungsleiter Kultur beim Europarat), wurde neu gewählt. Einen Wechsel gibt es nur in der Präsidentschaft: Neue Präsidentin ist Katarina Wollák, ihr Vertreter der Franzose Philippe Vergain. Die EAC-Mitglieder bedankten sich bei Adrian Olivier, der aufgrund neuer Aufgaben bei English Heritage nicht mehr zur Verfügung steht, mit einem großen Geschenk für seine besonderen Verdienste um das EAC.
Neben einer Fülle von Themen gesamteuropäischen Interesses wie Berichte über die Umsetzung der Konvention von Malta, Luftbildarchäologie, maritimes Kulturerbe, "Cold War Heritage" oder Probleme der illegalen Archäologie widmete sich ein Heritage Managemenet Seminar aktuellen konzeptionellen Fragen der archäologischen Denkmalpflege. Informiert wurde über die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und ihre Auswirkungen auf die Denkmalpflege (Thema des
diesjährigen Kolloquiums des VLA in Merseburg). Der Bericht über das Projekt "Planarch" zur strategischen Einbindung der Archäologie in Planungsprozesse führte zur Annahme von 10 Handlungsmaximen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (engl. Fassung) durch das EAC.
Das Symposium widmete sich der europäischen Landschaftskonvention von 2000 (Konvention von Florenz), die in fast allen Ländern der europäischen Gemeinschaft (außer Deutschland) ratifiziert, zumindest aber signiert wurde. Die Landschaftskonvention stellt eine Herausforderung aber auch eine große Chance für den Schutz des Kulturerbes dar. Von deutscher Seite wurde das die Küsten Dänemarks, Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und der Niederlande umspannende Kulturlandschaftsprojekt LancewadPlan präsentiert
(3 Fotos: Henning Haßmann) |
|
Neu auf dieser Site: Aufgaben und Adressen der
Kommunalarchäologen
Verbreitungskarte der Kommunalarchäologien in Deutschland
|
|