|
Deutscher Preis für Denkmalschutz verliehen
Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat am 21. November in Bremen mit zwei Preisen das Engagement für die archäologische Denkmalpflege ausgezeichnet.
Der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger und Polizeibeamter Eckhard Laufer aus Usingen (1. Reihe, 3. v. re) erhielt die Silberne Halbkugel für seine denkmalpflegerische Arbeit im Hochtaunuskreis und vor allem für seine Verdienste im Kampf gegen illegale Archäologie.
mehr
Mit einem Journalistenpreis wurde Dr. Engelbert Schwarzenbeck (vorne rechts) von der Redaktion Geschichte und Gesellschaft des Bayerischen Rundfunks für seine Beiträge über Boden- und Baudenkmalpflege ausgezeichnet. Leider wurde seine erfolgreiche Sendereihe "100 Monumente" vorzeitig eingestellt.
(Aufn. Henning Haßmann) |
|
Denkmalpflege und Forstwirtschaft im Einklang
Als Abschluss eines Förderprojekts der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zum Schutz von Bodendenkmalen in Waldgebieten wurde eine Informationsbroschüre für Denkmalpfleger und Forstwirte entwickelt, die als Handreichung für die Bewirtschaftung im Bereich von Bodendenkmalen konzipiert ist.
Die Schrift lässt sich hier als
PDF-Datei downloaden. (2,1 MB) |
|
Limes ist Weltkulturerbe
Der römische Grenzwall gehört ab sofort zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Kulturorganisation der UN hat am 15. Juli 2005 im südafrikanischen Durban der Aufnahme in die Liste der Welterbestätten zugestimmt. Damit ist der Limes die 28. Welterbe-Stätte in Deutschland.
Der Limes ist Europas größtes archäologisches Denkmal. 550 km lang zogen die Römer den Grenzwall durch die heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern vom Mittelrhein bis zur Donau. |
|
Moorleiche in Niedersachsen geborgen
Beim Torfabbau im Uchter Moor, Ldkr. Nienburg, gelang der Fund einer hervorragend erhaltenen Moorleiche. Die durch die Torfstechmaschine fragmentierte Leiche wurde zunächst für ein neuzeitliches Mordopfer gehalten. Die Ausgrabungen im Rahmen des Schwerpunktprogramms Moorarchäologie beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und die interdisziplinären naturwissenschaftlichen Untersuchungen ergaben, dass dieser erste Fund einer Moorleiche in Niedersachsen seit 50 Jahren um 650 v.Chr. zu datieren ist.

Hand des Mädchens aus dem Uchter Moor
Das etwa 16 bis 20 Jahre alte
"Mädchen aus dem Uchter Moor" war im Rahmen der Sonderausstellung "ArchäologieLandNiedersachsen" im Forum des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover der Öffentlichkeit präsentiert.
>>>mehr
|
|
Kollquium widmete sich dem Thema Sondengänger/Raubgrabungen
Die Jahrestagung des Verbandes der Landesarchäologen fand vom 8. bis 11. Mai 2005 im rheinland-pfälzischen Treis-Karden an der Mosel statt. Das diesjährige wissenschaftliche Kolloquium widmete sich unter dem Motto
»Wer stiehlt unsere Vergangenheit?« Archäologische Quellen zwischen öffentlichem Interesse und privater Verwertung
aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema
Sondengänger, Raubgrabungen, illegale Archäologie und versuchte Lösungswege aufzuzeigen. |
|
| Die neue
Kommission "Archäologie und Informationssysteme" traf sich zu ihrer ersten Sitzung am 16. März Hannover. Im Vordergrunde der Beratungen standen Fragen des Einsatzes Geografischer Informationssysteme und verwandte Themen bis hin zu Standards und Begrifflichkeiten. |
|
Theiss-Archäologiepreis 2004 verliehen
Der im Rhytmus von 2 Jahren verliehene Theiss-Archäologiepreis zeichnet Veröffentlichungen aus, die sich der populären Vermittlung der Archäologie verschrieben haben. Die hochkarätige Jury aus Wissenschaftlern, Wissenschaftsjournalisten und dem Verlag wählte 2004 aus ca. 100 Beiträgen drei Preisträger aus. Der Hauptpreis wurde Urs Willmann, Redakteur der "Zeit" für seinen Artikel "Der Urknall in Schwaben" verliehen. Zwei Förderpreise gingen an die Paläoanthropologin Henrike Kiesewetter für ihren Aufsatz "Unter dem Wüstensand verborgen" über einen neolithischen Friedhof und an an die Archäologin Karin Radler, die sich in ihrem Aufsatz "Vöhringen das verschwundene Dorf" mit einer mittelalterlichen Wüstung beschäftigte.
Die feierliche Verleihung fand am 20.1.2005 im Rahmen der Ausstellung "Der geschmiedete Himmel" im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle statt. |
|
Neuorganisation der Denkmalpflege in Baden-Württemberg
Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg wurde im Zuge der Verwaltungsreform ebenso wie die meisten anderen Landesbehörden zum 1.1.2005 aufgelöst.
Seine Aufgaben wurden auf die vier Regierungspräsidien im Lande (Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen) mit ihren Referaten Denkmalpflege (Ref. 25) übertragen.
Für landesweit übergreifende und koordinierende Aufgaben wurde eine neue Abteilung (Abt. 11) im Regierungspräsidium Stuttgart eingerichtet, das Landesamt für Denkmalpflege (LAD). |
|
Neuorganisation der Denkmalpflege in Niedersachsen
Mit der Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung, die vier Bezirksregierungen als Mittelinstanzen abzuschaffen, sind auch die Dezernate 406, Denkmalschutz, bei den Bezirksregierungen in Oldenburg, Lüneburg, Braunschweig und Hannover zum 1.1.2005 aufgelöst worden. Die dortigen Dienststellen arbeiten nun als Stützpunkte des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, dessen Zentrale in Hannover liegt. Im Zuge der Neuorganisation haben die Kommunen weitere Verantwortung für den Schutz der Kulturdenkmale übernommen. |
|