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- Kommission "Wasserrahmenrichtlinie"
Mitglieder derzeit:
- Herr PD Dr. Wolfgang Adler, Saarbrücken
- Frau Dr. Nora Andrikopoulou-Strack, Bonn
- Herr Drs. Jan Joost Assendorp, Lüneburg
- Herr Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Schleswig (Sprecher)
- Herr Dr. Bodo Dieckmann, Hemmenhofen
- Frau Dr. Sabine Eickhoff, Wünsdorf
- Frau Dr. Susanne Friederich, Halle
- Herr Dr. Henning Haßmann, Hannover
- Herr Dr. Michael Hoppe, Bamberg
- Herr Dipl.-Ing. Elmar Knieps, Bonn
- Herr Dr. Ingo Kraft, Dresden
- Herr Dr. Hans-Peter Kuhnen, Koblenz
- Herr Prof. Dr. Jürgen Kunow, Bonn
- Herr PD Dr. Sven Ostritz, Weimar
- Frau Dr. Vera Rupp, Wiesbaden
- Frau Dipl.-Ing. Gabriele Schiller, Schleswig
- Herr Dr. Helmut Schlichtherle, Hemmenhofen
- Herr Dr. Jens-Peter Schmidt, Schwerin
Geschäftsstelle:
- Frau Sabine Boersch, Schleswig
sabine.boersch@alsh.landsh.de

Die 2005 eingesetzte Kommission »Wasserrahmenrichtlinie" sondiert die Chancen und Risiken, die sich aus der Umsetzung der
Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in nationales und föderales Recht ergeben und erarbeitet denkmalpflegerische Strategien.
Die zwischen 1991 und 2000 entwickelte WRRL dient dem Ziel einer Qualitätsverbesserung der Gewässer und der tendenziellen Renaturierung der Flusslandschaften. Die WRRL ist in der Bundesrepublik Deutschland 2003 nationales Recht geworden; die Länder sind verpflichtet, sie umzusetzen. Leider wurden bei der Erarbeitung der WRRL denkmalpflegerische Interessen und Fragen der historischen Kulturlandschaften nicht berücksichtigt. Der denkmalpflegerische Problemhaushalt ist in einer Resolution des DNK zusammengefasst.
Bis zum vorgegebenen Ziel, die definierte Wasserqualität bis 2015 europaweit erreicht zu haben, werden umfangreiche Wasserbaumaßnahmen stattfinden, die auch Boden- und Baudenkmäler in erheblichem Maße beeinträchtigen werden.
Der Verband der Landesarchäologen hat einen von der Kommisson erarbeiteten informativen Folder herausgebracht, der über die Landesämter bezogen werden kann. Eine PDF-Datei des Folders lässt sich hier downloaden.
>>> Download der WRRL-Broschüre (1,9 MB)
Die Kommission hat das Kolloquium des Verbandes vorbereitet, das sich 2006 in Merseburg mit dieser Thematik beschäftigt hat. Die Ergebnisse wurden bereits im Archäologischen Nachrichtenblatt publiziert.
Die Wasserrahmenrichtlinie war auch Thema der 32. Pressefahrt des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK), die am 22. und 23. Mai etwa 30 Journalisten aus ganz Deutschland durch Niedersachsen führte. Auf dem Programm standen typische Kulturdenkmale, mittels derer der Problemhaushalt modellhaft beschrieben werden konnte. Archäologische Beispiele waren Niederungsburgen, neolithische Pfahlwege im Moor, Altdeiche und mittelalterliche Wurtenlandschaften. Auf dem Programm standen auch Wassermühlen, Gartendenkmale, Wasserbau- und Naturschutzmaßnahmen.
Neolithischer Pfahlweg im Campemoor, Nds. (Foto Haßmann)
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