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Kommissionen im Verband der Landesarchäologen

 

Kommission „Illegale Archäologie“

  • Dr. Daniel Bérenger, Bielefeld
  • Dr. Dr. Axel von Berg, Koblenz
  • Dr. Sabine Eickhoff, Zossen
    Dr. Wolfgang Ender, Dresden
  • Dr. Michael Geschwinde, Braunschweig (Sprecher)
  • Dr. Walter Irlinger, München
  • Dr. Detlef Jantzen, Schwerin/Neustrelitz
  • POK Eckhardt Laufer, Usingen
  • Dr. Helmut Luley, Bonn
  • Prof. Dr. Harald Meller, Halle
  • PD Dr. Frank Nikulka, Schwerin
  • Dr. Vera Rupp, Wiesbaden
  • Dr. Jonathan Scheschkewitz, Esslingen
  • Dr. Martin Segschneider, Schleswig
  • Dr. Elke Treude, Detmold (für die Kommunalarchäologen)

 
Metalldetektoren sind zunächst einmal Prospektionsinstrumente, die – von Fachleuten eingesetzt – durchaus wertvolle Ergebnisse erbringen. Erheblichen Schaden richtet aber der unkontrollierte Einsatz von Metalldetektoren an, der häufig in Raubgrabungen mündet. Metallfunde werden aus ihrem Befundzusammenhang gerissen und Fundorte verschleiert, so dass sie ihrer historischen Aussagekraft beraubt werden.
Der u.a. durch eine massive Internetpräsenz formulierte individuelle Anspruch Einzelner auf „Freiheit der Forschung“ bedeutet nicht selten einen Raubbau am kollektiven archäologischen Erbe. Das Problem wird z.T. durch die Ankaufpolitik von Museen gefördert.
Seitens der Presse, Justiz und Politik wird die „Schatzsuche“ häufig gutgeheißen bzw. als Kavaliersdelikt abgetan. Die durch die Kulturhoheit der Länder bedingte unterschiedliche Rechtslage in den Bundesländern erschwert die Strafverfolgung. Eine bessere Aufklärung und das Erarbeiten gültiger Richtlinien sind dringend erforderlich.
Diskutiert werden die eingeschränkte Kooperation mit „gutwilligen“ Detektorgängern und die dann umso effektivere Strafverfolgung von Raubgräbern.
Das Kolloquium 2005 widmete sich diesem brisanten Thema.

Die Kommission hat ein Grundlagenpapier Empfehlungen des Verbandes der Landesarchäologen: "Bodendenkmalpflege und Metallsuchgeräte" (PDF) erarbeitet.

Am Beispiel des neuentdeckten römisch-germanischen Schlachtfeldes am Harzhorn im südlichen Niedersachsen lässt sich exemplarisch zeigen, wie wichtig es ist, jeden Metallfund präszise einzumessen, um ihn als Steinchen in das große Geschichtsmosaik einfügen zu können. So lassen sich sogar Bewegungsmuster auf dem Gefechtsfeld nachvollziehen. Der im Auftrag des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege entstandene Film von Thomas Claus stellt auf diesen Aspekt scharf. >> zum Download des Films

Ein Schwerpunkt der Kommissionsarbeit liegt in enger Zusammenarbeit mit ebay-Deutschland im Monitoring des Marktplatzes mit archäologischen Objekten, um die Internet-Versteigerung illegaler Funde zu stoppen.

18.4.09 - © VLA