Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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Kommunalarchäologie in Deutschland

Denkmalschutzbehörden in der Bundesrepublik Deutschland

 

In allen Bundesländern sind verschiedene Ämter und Behörden mit der archäologischen Denkmalpflege befasst. Neben den Denkmalfachbehörden der Länder gibt es in allen Bundesländern flächendeckend Denkmalschutzbehörden, die für die Durchführung der denkmalrechtliche Verfahren zuständig sind. Die Hierarchie der Schutzbehörden kann je nach Bundesland einen zweizügigen oder einen dreizügigen Verwaltungsaufbau widerspiegeln:

  • Die Obersten Denkmalschutzbehörden sind in der Regel bei den Landesregierungen angesiedelt. Sie nehmen Aufgaben allgemeinpolitischer Natur, Lenkungsaufgaben und Aufsichtsfunktionen über die ihnen nachgeordneten Behörden im Land wahr. Sie sind vor allem für die gesetzgeberischen Belange zuständig.
  • Die Oberen bzw. Höheren Denkmalschutzbehörden sind in der Regel bei den Regierungspräsidien angesiedelt. Sie üben die Fachaufsicht über die Unteren Denkmalschutzbehörden aus und sind meist auch Widerspruchsbehörde. In einigen Bundesländern gibt es diese Mittelinstanzen nicht (mehr), in anderen wurden sie gestärkt.
  • Die Unteren Denkmalschutzbehörden sind bei den Landkreisen resp. den kreisfreien Städten angesiedelt. Die Denkmalschutzgesetze weisen ihnen die grundsätzliche Zuständigkeit für alle Fragen des Denkmalschutzes zu und regeln die fachliche und rechtliche Zusammenarbeit mit den Denkmalfachbehörden (Ämter für archäologische Denkmalpflege/Archäologische Landesämter). In einigen Bundesländern gibt es fachlich gut besetzte Kommunalarchäologien mit eigenen Arbeitsstellen.