Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

Download der Leitlinien (pdf 2,9 MB)

< vorherige Meldung
20.03.2013 Von: Verband der Landesarchäologen

Unterschriftenaktion zum Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bodendenkmalpflege

Auf der Tagung "Archäologie in Westfalen-Lippe" am 18. März 2013 rief der Verband der Landesarchäologen (VLA) zu einer Unterschriften-Aktion gegen die Mittelkürzungen für Archäologie und Denkmalpflege in Nordrhein-Westfalen


Der Verband der Landesarchäologen veröffentlichte anlässlich der dramatischen Kürzungen einen offenen Brief mit folgenden Inhalt:
  

Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe sowie die Stadt Köln übernehmen in Nordrhein-Westfalen nach dem Denkmalschutzgesetz NRW (DSchG) die Aufgaben der Bodendenkmalpflege, die in anderen Bundesländern von staatlichen Behörden (Archäologischen Landesämtern) wahrgenommen werden. Zur Erfüllung dieser Aufgaben wird gem. § 36 DSchG ein Denkmalförderungsprogramm (DMFP) aufgelegt, das die Finanzierung dieser Aufgaben teilweise sichert. Die Aufgaben- und Kostenregelung sah nach Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes ursprünglich vor, dass die Personal- und Sachausgaben der Landschaftsverbände und der Stadt Köln im Bereich der Bodendenkmalpflege im Rahmen der jährlichen Denkmalförderungsprogramme mit einem Fördersatz von 50 v.H. gefördert werden.

                  

Von dieser finanziellen Regelung hat sich das Land Nordrhein-Westfalen schon seit längerem verabschiedet. Der Anteil des Landes an den Gesamtaufwendungen der archäologischen Denkmalpflege durch die Landschaftsverbände und die Stadt Köln beträgt mittlerweile nur noch etwa 12-13%, ist allerdings in den letzten Jahren bis 2012 konstant geblieben. Im laufenden Jahr 2013 wurden weitere Kürzungen verfügt: die Förderquote beträgt nur noch etwa 10% und soll Presseberichten zufolge bis 2015 auf einen Nullansatz zurückgefahren werden.

        

Die Landschaftsverbände und die Stadt Köln können die drohenden finanziellen Einschnitte nicht kompensieren. Wichtige Aufgaben der Bodendenkmalpflege sind nicht mehr im notwendigen Umfang zu leisten; das bedeutende und vielschichtige archäologische Kulturerbe des Landes ist unmittelbar bedroht!

             

Der Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland verfolgt die Entwicklung im bevölkerungsreichsten Bundesland mit großer Sorge und fordert die Landesregierung auf, die drohenden Einschnitte im Denkmalförderprogramm nicht zu realisieren und vor dem Hintergrund des Konnexitätsprinzips zu der fairen Aufgaben- und Kostenregelung der Vorjahre zurückzukommen.

                                            

Der Vorstand des Verbandes der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland

 

Download des Aufrufs und der Unterschriftenliste