Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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14.05.2018 Von: LWL/LVR

Sondengänger und Archäologie - Die Rechtslage in NRW

Die gesetzliche Grundlage der privaten Detektor-Nutzung


Titelbild der Broschüre "Sondengänger und Archäologie -Die Rechtslage in NRW

Die private Suche nach archäologischen Funden mit Metalldetektoren erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Hobby kann für die Entdeckung und Erschließung von Bodendenkmälern sehr gewinnbringend sein. Da das Bergen archäologischer Artefakte aber mit Bodeneingriffen verbunden ist, muss vorab eine Erlaubnis der zuständigen Behörden eingeholt werden.

  
Die Verwendung von Metalldetektoren ohne entsprechende Genehmigung hat sich in den letzten Jahren zu einem akuten Problem der Bodendenkmalpflege entwickelt. Wenn archäologische Artefakte unsachgemäß ausgegraben und den zuständigen Stellen nicht gemeldet werden, gehen wichtige Zeugnisse der Vergangenheit unwiederbringlich verloren. Dies erschwert nicht nur die Arbeit der Wissenschaft, sondern zerstört auch unser kulturelles Erbe.

 
Daher hat die LWL-Archäologie für Westfalen zusammen mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland und dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln eine Broschüre erarbeitet, die Interessenten an diesem Hobby eine Handreiche zu den gesetzlichen Grundlagen in Nordrhein-Westfalen und den korrekten Umgang mit Bodendenkmälern gibt. Die Publikation „Sondengänger und Archäologie“ richtet sich aber auch an Behörden und Privatpersonen. Polizei, Ordnungsämter und auch Denkmalbehörden finden darin eine Anleitung, in welchem Rahmen der Gebrauch von Metallsonden zulässig ist und wie bei Verdacht auf illegale Schatzsuche zu reagieren ist.