Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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01.09.2016 Von: Dr. Beate Leinthaler

Neuer Landesarchäologe für Hessen seit einem halben Jahr im Amt

Seit Januar 2016 ist Dr. Udo Recker Landesarchäologe von Hessen und damit zuständig für die Erfassung, Sicherung und Erforschung der paläontologischen und archäologischen Denkmäler in Hessen.


Landesarchäologe Dr. Udo Recker (Bildrechte: © B. Steinbring, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE)

Recker studierte Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie (Schwerpunkt Mittelalter- und Neuzeitarchäologie), Historische Geographie und Volkskunde an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er wurde 1999 mit einer Arbeit zur Archäologie und historischen Geographie des Hauptorts des mittelalterlichen Kirchspiels Lohn, Stadt Eschweiler, in Bonn promoviert. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegen im Bereich der Siedlungs- und Wirtschaftsarchäologie des Mittelalters und der Neuzeit, der Archäologie des 20. Jahrhunderts sowie der Erforschung der historisch gewachsenen Kulturlandschaft.

   
Bereits im Jahre 2000 kam Recker an die Kommission für Archäologische Landesforschung in Hessen e. V. (KAL). Seit 2003 war er im Landesamt für Denkmalpflege Hessen als Bezirksarchäologe zuständig für die Stadt und den Landkreis Gießen, die Städte Bad Homburg v. d. Höhe, Oberursel, den Hochtaunuskreis sowie den Main-Taunus-Kreis.
 
Im Jahr 2012 wurde er zum stellvertretenden Landesarchäologen des Landes Hessen ernannt und steht damit in seiner neuen Funktion für Kontinuität und konsequente Weiterentwicklung der erfolgreichen Arbeit der Landesarchäologie.
 
In den ersten Monaten seiner Amtszeit als Landesarchäologe führte er erfolgreich interne Umstrukturierungen sowie personelle Neubesetzungen durch. Nicht nur der Altersstruktur geschuldet, sieht er die Notwendigkeit, diesen Wandlungsprozess in den nächsten Jahren aktiv zu gestalten und fortzusetzen. Für ihn und sein verjüngtes Team wird es dabei wichtig sein, Antworten auf die kontinuierlich steigenden Anforderungen an die Bodendenkmalpflege zu formulieren und zugleich die Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft der Vergangenheitsforschung zu legen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sieht Recker die hessenARCHÄOLOGIE damit auf dem richtigen Weg.
 
Er betont in diesem Kontext die fachwissenschaftliche Bedeutung der Archäologie ebenso wie deren gesellschaftspolitische, Identität stiftende Rolle in einer sich auch weiterhin schnell wandelnden Welt. Hessen war und ist aufgrund seiner zentralen Lage innerhalb Europas immer ein wichtiger Durchgangs- und Kommunikationsraum, ein Umschlagraum für Waren und Ideen. Entsprechend vielschichtig und reich ist das archäologische Erbe des Landes, das man u.a. in den beiden beliebten Museen der Landesarchäologie – der Keltenwelt am Glauberg und dem Römerkastell Saalburg in Bad Homburg v.d.H. – besichtigen kann. Die Vielzahl an unterschiedlichen historisch gewachsenen Kulturlandschaften und den sie prägenden Elementen, die Gegensätze zwischen ländlich strukturierten Räumen und Metropolregionen, sieht Recker in den kommenden Jahren gleichermaßen als Herausforderung und Chance für die Landesarchäologie.