Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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09.12.2015 Von: Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Katja Burgemeister, LWL-Archäologie

Neuer Band der "Archäologie in Westfalen-Lippe" erschienen

Vom Schwimmsaurier bis zur Papstbulle: Neue Forschungsergebnisse der LWL-Archäologie in Westfalen


Schwimmsaurier, Funde aus der Jungsteinzeit, die Rekonstruktion eines römischen Totenbetts über dreidimensionale Druckmethoden oder das erste westfälische Weltkulturerbe in Corvey: Es ist viel passiert im Archäologie-Jahr 2014 in Westfalen-Lippe. Seltene wie überraschende Funde und neue Fundorte bereichern die Geschichte der Regionen und die Erkenntnisse der Wissenschaftler, wie der Band "Archäologie in Westfalen-Lippe 2014" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit seiner Jahresrückschau zeigt.

"Die neue Publikation vermittelt einen Einblick in die vielen Arbeitsschwerpunkte der Archäologen im vergangenen Jahr und über wichtige Ergebnisse, die nur erreicht werden konnten, weil einige Unwägbarkeiten von der Haushaltssperre bis zum strukturellen Wandel überwunden wurden", betont der Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen, Prof. Dr. Michael Rind. Denn diese Hürden hatten unmittelbare Auswirkungen auf sämtliche Ausgrabungen, auf Auswertungs-, Inventarisations- und Publikationsvorhaben und spiegeln sich zwischen den Seiten. Zu berichten gibt es dennoch viel, wie die 81 Beiträge von 98 Autoren zeigen. Der neue Band ist ab sofort im Handel erhältlich.

"Die 81 Beiträge von 98 Autore spannen einen weiten Bogen durch alle Regionen vom Sauer- bis ins Münsterland, von Ostwestfalen bis ins Ruhrgebiet", schildert Dr. Aurelia Dickers, Vorsitzende der Altertumskommission für Westfalen, die das Buch zusammen mit der LWL-Archäologie herausgegeben hat. Hier wird auch für den nicht fachkundigen Leser auf 324 Seiten anschaulich beschrieben, wie die Archäologen und Paläontologen Erkenntnisse aus echten Glücksfunden wie auf dem Domplatz in Paderborn gewinnen, wenn dort ein Papstsiegel aus dem Mittelalter zum Vorschein kommt.
Der Leser wird vielleicht von der Begeisterung über die Verleihung des Weltkulturerbestatus für das karolingische Westwerk der Klosterkirche und der Civitas Corvey angesteckt, an dem auch die LWL-Archäologen maßgeblich Anteil hatten. Vom mittelalterlichen Töpferofen über Baumleichen, modernste Methoden zur Untersuchung von Schmuck aus der Eisenzeit bis zum westfälischen Gefäßtyp gibt es Erstaunliches und manchmal auch Verwunderliches zu entdecken.

Der aktuelle Band ist im Buchhandel, in den LWL-Museen in Herne, Haltern und Paderborn sowie im Internet unter www.archaeologie-und-buecher.de zum Preis von 19,50 Euro erhältlich. Neu ist, dass die Beiträge des Bandes ab sofort nach einem Jahr auch online zur Verfügung gestellt werden. Die LWL-Archäologie für Westfalen arbeitet hier mit der Universitätsbibliothek Heidelberg zusammen, die unter anderem für zahlreiche Zeitschriften aus der Altertumswissenschaft die Software zur Verfügung stellt und die Betreuung übernimmt. Die Beiträge der "Archäologie in Westfalen-Lippe" werden hier in Open Access publiziert, sind also kostenfrei zugänglich. Weitere Informationen und den Link gibt es unter www.lwl-archaeologie.de.


Archäologie in Westfalen-Lippe 2014
Herausgegeben von der LWL-Archäologie für Westfalen und der LWL-Altertumskommission für Westfalen
324 Seiten, broschiert, durchgehend farbig bebildert
Langenweißbach 2015
ISBN 978-3-95741-040-5
ISSN 2191-1207
19,50 Euro