Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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14.07.2016 Von: Prof. Dr. Thomas Schenk

Gründung des Verbandes für Grabungstechnik und Feldarchäologie e. V.

Am 12. April 2016 wurde in Berlin der „Verband für Grabungstechnik und Feldarchäologie e. V. (VGFA)" ins Leben gerufen


Die Initiative zur Verbandsgründung entstand im Arbeitskreis Grabungstechnik, der sich vor allem aus Vertretern dieser Berufsgruppe in
den verschiedenen Denkmalfachämtern zusammensetzt. Bislang traf sich dieser Arbeitskreis vereinsunabhängig einmal jährlich zu Arbeitsberatungen und zur Vorbereitung von Fachtagungen. Zum ersten Vorsitzenden des neuen Verbandes wurde Prof. Dr. Thomas Schenk gewählt. Er lehrt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin in den Bereichen Grabungstechnik und Landschaftsarchäologie.

 

Zur Webseite des VGFA bitte hier klicken.

    
Die Gründungsmitglieder sahen die Notwendigkeit gekommen, ein gemeinsames Forum zu schaffen, das all jenen eine Mitgliedschaft und
Beteiligung ermöglicht, die im Bereich Grabungstechnik und Feldarchäologie tätig sind, und zwar unabhängig von ihrem Ausbildungsweg. Nach wie vor gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung, einerseits eine dreijährige Fortbildung zum Grabungstechniker an einem Denkmalfachamt, als ‚Frankfurter Modell‘ bezeichnet, und ein siebensemestriges Studium an der HTW Berlin im Schwerpunkt Grabungstechnik-Feldarchäologie.

 
Der Bedarf an gut ausgebildeten grabungstechnischen Spezialisten ist hoch. Hinzu kommt, dass auch dieses Berufsbild sich ständig weiterentwickelt und sich insbesondere der zunehmenden Digitalisierung und den modernen Dokumentationsmethoden anpassen muss. Vieles ist hier im Umbruch begriffen. Eine Verständigung zu allgemeinen Standards in der täglichen Arbeit und neuen Anforderungen in der Qualifikation ist dringend geboten. Daher wird seitens des neuen Verbandes auch ein enger Austausch mit den Vertretern in den Landesarchäologien, mit Instituten wie dem DAI sowie mit den archäologischen Fachfirmen angestrebt.

 
Der Verband wird die grabungstechnisch-feldarchäologische Forschung und Lehre unterstützen und sich um den Ausbau und den Erhalt der wissenschaftlichen Einrichtungen des Faches bemühen. Er wird die Zusammenarbeit und den Gedankenaustausch der Mitglieder fördern und
wissenschaftliche Kontakte zu allen anderen archäologischen Disziplinen und Nachbarwissenschaften unterhalten. Weiterhin soll insbesondere die enge Zusammenarbeit mit der archäologischen Restaurierung gepflegt werden, deren Arbeitsfeld so eng mit dem grabungstechnischen Aufgaben verknüpft ist.

 
Seine nächste, im zweijährigen Turnus stattfindende Fachtagung plant der Verband 2018 in Ulm abzuhalten.