Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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20.01.2017 Von: Beate Trede, PR · Marketing Archäologisches Museum Hamburg

Ausgrabung am Hopfenmarkt

Archäologisches Museum Hamburg erneut auf der Suche nach den Anfängen Hamburgs


Im Herzen der Stadt, im Bereich der sogenannten „Neuen Burg“ im Nikolaiquartier, wird ab sofort eine 6-monatige Ausgrabung durch das Archäologischen Museums Hamburg durchgeführt. Das Gebiet rund um den Hopfenmarkt birgt ein für Hamburg einzigartiges Bodendenkmalensemble. Hier begann vor fast 1.000 Jahren die Entwicklung Hamburgs von der Burg zur Stadt. Die Archäologen wollen dem Boden an einem der geschichtsträchtigsten Plätze Hamburgs seine letzten Geheimnisse entlocken, bevor die Neubebauung des Grundstückes startet und alle archäologischen Spuren vernichtet werden. Auf dem 119 m² großen Grabungsfeld sind archäologische Funde der zwischen 1021 und 1024 errichteten Ringwallbefestigung der „Neuen Burg“ im Erdreich erhalten. Diese sollen nun vor der Neubebauung ausgegraben und wissenschaftlich dokumentiert werden.

Bereits in den Jahren 2014/15 haben die Archäologen auf dem südlich angrenzenden Grundstück Reste des Walles der Neuen Burg ausgegraben. Damals sorgten sie schon für eine Überraschung: Sie konnten durch dendrochronologische Untersuchungen nachweisen, dass die Neue Burg rund 40 Jahre älter war als zuvor angenommen und dass die sogenannte „Alsterburg“, die in vielen historischen Quellen erwähnt wird, nicht existiert hat.  Auf der aktuellen Grabungsfläche (Großer Burstah 19-21 / Hahntrapp 4) hoffen sie nun, neue wichtige Ergebnisse ermitteln zu können, so z.B. die ehemalige Wallhöhe sowie den weiteren Wallverlauf. Da die Straße „Großer Burstah“ nach dem heutigen Kenntnisstand der Archäologen dem Verlauf eines bereits im 11. Jahrhundert genutzten Handelsweges folgt, wäre es möglich, während der Grabung in den Bereich einer ehemaligen Toranlage zu gelangen. Auf dem Grabungsfeld könnten sich zudem Reste der später entstandenen Kaufmannssiedlung befinden.