Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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26.09.2016 Von: LWL

83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung

360 Archäologen aus ganz Europa in Münster


Exkursion zum Großsteingrab "Große Sloopsteene" in Lotte Wersen (Foto: LWL)

  
Von Sonntag (18.9.) bis Mittwoch (20.9.) fand in Münster die 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (NDWV) statt. Rund 360 Teilnehmer – darunter Archäologen aus der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Schweden und Estland – waren zu Gast. 131 Vorträge deckten ein breites Spektrum an Themen ab. Unter dem Motto „Archäologische Defizite – Forschungslücken, methodische Grenzen oder Abbilder historischer Wirklichkeit?“ wurden offene Fragen der Forschung beantwortet und neue Projekte geplant.
 
Münster ist als Forschungsstandort auch unter Archäologen ein Begriff, weshalb der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit seiner Altertumskommission für Westfalen und den LWL-Archäologen sowie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Organisation der Tagung übernahm. LWL-Direktor Matthias Löb empfing die Archäologen am Sonntag (18.9.) im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Auch Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, und Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident des Deutschen Verbandes für Archäologie, hießen die Tagungsgesellschaft am Montag (19.9.) im Stadtweinhaus willkommen.
  
Die Organisatoren der Tagung unter Leitung von Dr. Vera Brieske stellten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine: Die Vorträge fanden in Hörsälen des Fürstenberghauses in Münster statt. Die Themen reichten von der Jungsteinzeit bis zur Neuzeit, von Westfalen bis zur Mongolei, von der Burgruine bis zur Globalisierung. Verbands- und Plenumssitzungen wechselten sich mit Stadt- und Museumsführungen sowie Exkursionen ab. Eine historisch-archäologische Erkundungstour durch Münster, eine Museumsführung durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur sowie abschließende Exkursionen ins nördliche und westliche Münsterland machten archäologische Theorie praktisch anschaulich.
 
Die Arbeitsgemeinschaften des Verbandes vom Neolithikum über die Bronzezeit, Eisenzeit und Spätantike bis hin zur Deutschen Gesellschaft für die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit sowie die Arbeitsgemeinschaft "Boden und Archäologie" tagten ebenfalls.
  
Abstracts der Vorträge können online eingesehen werden.