Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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14.12.2010 Von: Dr. Christoph Heiermann, LfA Sachsen

Beiheft »Ur- und Frühgeschichte Sachsens« im »Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen« vorgestellt.

Vorerst letzer Band im Gesamtprojekt behandelt Archäologie von der Altsteinzeit bis ins Jahr 1000 n. Chr.


"Bronzezeit bis mittlere vorrömische Eisenzeit" mit Fundstellenkartierung im Dresdner Elbtal © Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN)

Dieses großangelegte Kartenwerk wurde in Kooperation zwischen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und dem Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen herausgegeben. Die inhaltliche Betreuung  erfolgte durch das Landesamt für Archäologie.

 

Der hier vorgestellte letzte Teil des Atlas, bestehend aus fünf Karten und einem Beiheft, stellt den neuesten Stand der archäologischen Forschung in Sachsen dar und beinhaltet die Epochen von der Altsteinzeit bis in das Jahr 1000 n. Chr. 26 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LfA waren an dem Werk beteiligt. Knapp 5.900 Datensätze aus dem Funddateien des LfA wurden für die Kartierungen herangezogen. Dahinter stehen ca. 4,4 Millionen Funde sowie ca. 355 Regalmeter Dokumentation. Die Karten veranschaulichen u.a. die große Dynamik der Bevölkerungsentwicklung auf dem Gebiet des heutigen Sachsen, die von Zunahmen und plötzlichen Entvölkerungen - etwa in der Zeit um 500 n. Chr. - gekennzeichnet ist.

 

Die ersten Arbeiten zum "Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen" begannen bereits 1896 durch die eigens dazu eingesetzte Sächsische Kommission für Geschichte, doch wurde erst im Jahr 1992 eine eigene Arbeitsstelle »Historischer Atlas von Sachsen« eingerichtet. Eine Besonderheit ist die ganzheitliche Betrachtungsweise, die als Ansatz dem Atlas zugrunde liegt. So wurden die verschiedensten Fachdisziplinen beteiligt, die neben der Archäologie auch Themen aus Sprachwissenschaft, Bevölkerungs- oder Kirchengeschichte, Wirtschafts- und Naturwissenschaften bearbeiteten. 47 Themen mit gesamt 53 Karten wurden im Rahmen des Projektes bislang veröffentlicht. Sie bieten Laien und Wissenschaftlern reichhaltiges Anschauungsmaterial und können direkt beim Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung erworben werden.