Leitlinien zur archäologischen Denkmalpflege in Deutschland

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30.04.2011 Von: Dr. Sabine Eickhoff, BLDAM

1636 - ihre letzte Schlacht

Ein Massengrab des Dreißigjährigen Krieges bei Wittstock, Lkr. Ostprignitz-Ruppin


Im Frühjahr 2007 entdeckten Bauarbeiter am Rande des historischen Schlachtfeldes von Wittstock an der Dosse ein Massengrab mit über 125 Soldaten, die am 4. Oktober 1636 im Kampf ihr Leben ließen. Die detailreichen und teilweise überraschenden Ergebnisse der Untersuchungen an den Skeletten und auf dem Schlachtfeld veranlassten das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum dazu, 2011 zum Gedenkjahr „375 Jahre Schlacht von Wittstock“ auszurufen.

 

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Konzerten, Historienspektakel, Vorträgen und wissenschaftliche Tagungen beleuchtet verschiedene Facetten der Ereignisse vom 4. Oktober 1636. Die Internetseite www.1636.de bietet die zugehörigen Informationen.


Abschluss und Highlight des Gedenkjahres ist die große Sonderausstellung »1636 – ihre letzte Schlacht«. Ab April 2012 öffnet das Archäologische Landesmuseum Brandenburg seine Tore, um erstmals den einzigartigen archäologische Fund zu zeigen. Wer waren die im Grab bestatteten Söldner? Wie lebten sie? Welche Geschichten können sie uns heute noch erzählen?

 

Ein Team aus mehr als einem Dutzend Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen untersuchte den Fund und recherchierte die historischen Hintergründe. Die Ausstellung enthüllt vielfältige und teilweise bislang unbekannte Details zum Leben der Söldner, ihrer letzten Schlacht und ihrem Tod. Populär aufbereitet werden die Forschungsergebnisse zusammen mit weiteren interessanten Exponaten, wie Waffen, dreidimensionalen Gesichtsrekonstruktionen aber auch archäologischen Schatzfunden präsentiert. Ab Herbst 2012 wandert die bildreiche und zweisprachige Schau in einige Heimatländer der toten Krieger nach Schweden, Schottland, Dresden, München und weitere Orte in Deutschland.

 

Dr. S. Eickhoff, BLDAM